Heute habe ich einen Workshop zur Brettspiel-Pädagogik gehalten. Eigentlich drei, aber es war derselbe, dreimal wiederholt. Ein Fortbildungstag wurde für Fachkräfte im Kinderschutz organisiert, mit mehreren verfügbaren Workshops, sodass jeder von uns seine Sitzung dreimal wiederholte, damit die Teilnehmer mehr als einen besuchen konnten.Ich hatte nur 60 Minuten, was nicht viel ist, also zielte ich nicht auf Vollständigkeit ab. Stattdessen konzentrierte ich mich darauf, unseren Ansatz und unsere Perspektive zu präsentieren.Wir spielten insgesamt vier Spiele und nutzten sie als Grundlage, um die pädagogischen Vorteile von Brettspielen zu diskutieren. Ich beginne meine Fortbildungen und Workshops gerne mit Happy Salmon. Erstens, weil es gute Stimmung macht, und zweitens, weil selbst ein 90-Sekunden-Partyspiel viele interessante und nützliche Erkenntnisse liefern kann. Es ist ein großartiger Einstieg.Ein interessantes Merkmal des Spiels ist, dass man physisch mit anderen interagieren muss, und dass man „Punkte erzielt", indem man auch anderen Punkte gibt, was eine sehr spannende Dynamik erzeugt.Von da an konzentrierten wir uns auf Spiele mit einfachen Regeln, kurzer Spieldauer und fast keiner benötigten Ausrüstung. Diese Art von Spielen sind der effektivste Weg, ein Brettspiel-Projekt mit Kindergruppen zu starten, in denen sich noch keine Brettspiel-Kultur entwickelt hat.Ich lehrte ein paar Varianten von NIM. Das sind schnelle, einfache und leicht zu erlernende Spiele mit Kieselsteinen. Man kann 8-10 Runden in 15 Minuten spielen, und die wiederholten Erfahrungen helfen den Spielern zu lernen, wie man gewinnt, wie man verliert und wie man das Verständnis einer Struktur immer wieder neu angeht. So lernen wir auch viel über unseren eigenen Lernprozess.Danach holten wir das Spiel PIG hervor, ein wunderbares Ein-Würfel-Spiel, und führten tolle Diskussionen über Risikobereitschaft, die Rolle des Glücks als Ausgleich und mathematische Kompetenzen. Wir sprachen auch darüber, wie Kinder durch solche einfachen Spiele das Brettspielen lernen können: Zugreihenfolge einhalten, würfeln und so weiter.Zum Abschluss spielten wir PIT mit einem Standard-Kartenspiel. Es brachte uns wieder in Bewegung, und wir hatten die Gelegenheit, über klassische Kartenspiele zu diskutieren. Durch PIT kamen wir auch auf die Bedeutung des flexiblen Umgangs mit unseren Plänen zu sprechen.Wenn auch nur ein paar Fachleute heute etwas offener für die Welt der Brettspiele geworden sind und ihr Potenzial für die pädagogische Entwicklung erkannt haben, dann habe ich schon gewonnen.
Workshop
War dieser Artikel hilfreich? Sag uns Bescheid!