Wie ich im vorherigen Blogbeitrag erwähnt habe, stecke ich gerade mitten in einem längeren Fortbildungsprozess. Ich habe einen Workshop zum Thema Spieldesign für Museumsfachleute geleitet – genauer gesagt zu jenen Spieltypen, bei denen Bildung und Bewusstseinsbildung im Mittelpunkt stehen. Die Workshop-Sitzungen sind inzwischen abgeschlossen, und die Mentoring-Phase läuft. Einige Kleingruppen haben bereits Materialien online eingereicht, andere verlassen sich lieber auf die Präsenzkonsultationen – aber selbst jetzt sehe ich schon drei oder vier Projektansätze, die sich zu wirklich soliden Produkten weiterentwickeln könnten.
Die Teilnehmenden kamen an fünf verschiedenen Tagen in Gruppen von 8 bis 14 Personen. Der Programmablauf war überall gleich. Wir haben ein paar sehr einfache Spiele gespielt (z. B. Happy Salmon, Pig, Nim), um ein Gefühl dafür zu bekommen, dass ein Spiel nicht kompliziert sein muss, um als Brettspiel zu gelten. Wir haben verschiedene Spielmechaniken erkundet, und die dafür verwendeten Beispielspiele waren Carcassonne, High Society, Scout, Welcome To… und Doppelt so Clever.

Danach haben wir ungarische Bildungs- und Bewusstseinsbildungsspiele angeschaut und analysiert (wie KIO und Voxpop), gefolgt von einem Vortrag über Spielentwicklung und Veröffentlichung. Anschließend begannen die Teilnehmenden in Kleingruppen, an ihren eigenen Projekten zu arbeiten. Manche kamen mit bereits ausgearbeiteten Ideen, andere fanden ihre Inspiration spontan, und wieder andere ließen sich noch treiben.
Und jetzt läuft das Mentoring auf vollen Touren. Wir haben am Ende 8 bis 10 Kleingruppen – Menschen, die am gleichen Ort oder im gleichen Bereich arbeiten –, die ihre Ideen und Prototypen mitbringen, während ich berate, verfeinere und gemeinsam mit ihnen durchdenke. Natürlich endet der Prozess nicht hier; ich hoffe, dass viele von ihnen weitermachen, sich später wieder melden, und dass ich nächstes Jahr Spielpräsentationen besuchen kann, auf denen ihre Werke zu sehen sind.
Und während ich unterrichte, arbeite ich selbst weiter. Zwei Spiele stehen kurz vor der Produktion – letzte Tests, Grafikdesign, das ganze Programm. Eines davon wird ein Kinderspiel sein, das auch Musik abspielt, was eine technische Testphase bedeutet. So etwas habe ich noch nie gemacht, daher bin ich sehr gespannt.
Und während ich schon tief in die Mechaniken der neuen Spiele eingetaucht bin, steht das vorherige kurz vor der Veröffentlichung – etwas, das sich inzwischen unglaublich weit entfernt anfühlt, worüber ich mich aber immer noch riesig freue. Die Resonanz war bisher großartig, und ich werde bald mehr über das Projekt schreiben. Aber in der Zwischenzeit: So freue ich mich gerade: